Der Standort auf der Kärntner Seite der Koralpe im Bereich Kalten Winkel in der Gemeinde St. Georgen im Lavanttal bietet einzigartige Voraussetzungen in Mitteleuropa für die umweltverträgliche Errichtung eines Pumpspeicherkraftwerks:

  • Günstige Topografie: Die beiden Speicherbecken haben eine große Höhendifferenz zueinander bei geringer horizontaler Distanz, dies ermöglicht einen hohen Wirkungsgrad der Anlage (über 80 %).
  • Unmittelbar neben 380kV-Leitung: Der österreichische 380kV-Hochspannungsring verläuft durch das Projektgebiet und kann unmittelbar und einfach erreicht werden.
  • Außerhalb der Alpinzone: Die heikle Alpinzone bleibt unberührt. Eine tiefgehende Voranalyse zeigt sehr gute naturschutzrechtliche Voraussetzungen.
  • Kein Einstau eines natürlichen Gewässers: Die Erstbefüllung der Speicher erfolgt ausschließlich mit überschüssigem Wasser der natürlichen Gewässer; danach ist dank der Niederschläge keine weitere Befüllung notwendig.
  • Keine Staumauern: Stattdessen werden begrünte Schüttdämme errichtet.
  • Unsichtbare Anlagen: Krafthaus und Wasserwege werden unterirdisch angelegt.
  • Günstige Geologie: Die geologischen Voruntersuchungen zeigen sehr gute Voraussetzungen für unterirdische Anlagen.
  • Keine großen Probebohrungen: Umfangreiche Erkenntnisse aus dem Bau des Koralmtunnels liegen vor.
  • Keine neuen Zufahrtswege: Das bestehende Wegesystem reicht aus.
  • Gute Infrastruktur: Baustromversorgung, Gastronomie und Unterkünfte sind vorhanden.
  • Geringer Baustellenverkehr: Der Baustellenverkehr wird minimiert, weil viel Material nur innerhalb des Projektgebietes bewegt wird (Massenausgleich innerhalb der Baustelle). Die Betonmischung erfolgt vor Ort. Der Felsabbruch kann als Zuschlagsstoff für die Betonmischung verwendet werden.
  • Kurze Bauzeit: Dank vernünftiger Größe des Kraftwerks und effizienter Bauausführung beträgt die Bauzeit nur rund 3 Jahre.

Im Zuge der Umweltverträglichkeitsprüfung (UVP) werden alle relevanten Wirkungen des Vorhabens durch Fachgutachter und Spezialisten eingehend beurteilt. Untersucht werden dabei 24 unterschiedliche Fachgebiete in den drei Hauptfachgebieten Technik, Mensch und Natur. Das Know-how und die Erkenntnisse der erfahrenen und renommierten Spezialisten werden in die Projektentwicklung einfließen. Besondere Aufmerksamkeit wird allfällig vorgesehenen naturschutzrechtlichen Ausgleichsmaßnahmen gewidmet.